Probleme kann man niemals durch die gleiche Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind. Albert Einstein |
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Bodo Schulte
Oder bleibt im Bottroper Parteientempel alles beim Alten? |
| Erst einmal bedanke ich mich bei allen, die mir bei der Kommunalwahl ihre Stimme gegeben haben. Enttäuschend für mich war, dass viele Bürger nicht an der Wahl teilgenom- men haben, obwohl es viele Gründe dafür gegeben hat, die Mehrheitsver-hältnisse im Rat der Stadt zu ändern. Die Aussage, dass man mit einer einzelnen Stimme eh nichts verändern kann, ist für mich nicht akzeptabel. Jede Stimme zählt, und wenn 30 % mehr Wähler die kleinen Ratsparteien mit ihrer Stimme gestärkt hätten, hätte eine rote Übermacht im Stadtrat vermieden werden können. Wohin man auch hört, überall wird über den Parteienfilz im Rathaus ge- schimpft, die Verschwendungssucht und Mißwirtschaft der beiden großen Ratsparteien angeprangert. Nur, wie soll sich etwas ändern, wenn die Hälfte der wahlberechtigten Bürger unserer Stadt nicht mal 10 Minuten ihrer Frei- zeit opfern, um eins der wenigen demokratischen Bürgerrechte, nämlich unsere politischen Vertreter zu wählen, wahr zu nehmen? Wir alle sind mit verantwortlich für das, was mit unserer Stadt passiert. Und wenn wir uns nicht rühren, weil wir einfach zu bequem sind, haben wir kein Recht, uns aufzuregen, wenn die, die unsere Stadt an den Rand des Ruins gebracht haben, sie nun vollends vor die Wand fahren. Und genau das wird passieren, denn ich habe während des Wahlkampfes keine Einsicht bei den Verantwortlichen feststellen können. Herr Tischler, der zukünftige Oberbür- germeister, wird an seinen Bauprojekten festhalten, dass hat er klar und unmißverständlich zum Ausdruck gebracht. Und all die, die nicht zur Wahl gegangen sind, oder die beiden großen Ratsparteien mit ihrer Stimme unterstützt haben, sollten besser schweigen, wenn dafür soziale Leistungen gekürzt oder gestrichen werden, oder für andere, zwingend notwendige Aufgaben, kein Geld da ist. Eigentlich sollte ich jetzt sagen, was geht mich das alles noch an, wenn es so viele Bürger absolut nicht interessiert, wie es mit uns und unserer Stadt weitergeht. Ich habe jedoch noch die Hoffnung, dass sich mir verantwor-tungsbewußte und engagierte Bürger anschließen, und mit mir zusammen dafür zu sorgen, dass unsere Politiker von SPD und CDU nicht weiter un- beschadet schalten und walten können, wie sie wollen, und dass sich eine bestimmte priviligierte Schicht sich nicht weiter am Allgemeingut bereichert. Bitte nehmen Sie zu mir Kontakt auf, wenn Sie mich unterstützen möchten oder, wenn Sie im Besitz von Informationen sind, die dazu beitragen können, Mißstände aufzudecken und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Bodo Schulte |
